23. Juli 2013

[Rez] Bitterzart - Gabrielle Zevin


Bitterzart

Infos zum Buch:
Autorin: Gabrielle Zevin
Seiten: 544
Preis: 16,99€
Verlag: Fischer FJB

Inhalt:
Ein Mädchen zwischen High School und Verbrechen, zwischen Liebe und Verantwortung

New York 2083: Wasser und Papier sind knapp, Kaffee und Schokolade sind illegal. Smartphones sind für Minderjährige verboten und um 24 Uhr ist Sperrstunde. Die Balanchine Familie ist das Zentrum des illegalen Schokoladenhandels in New York. Doch die Eltern von Anya Balanchine sind bereits tot, und Anya ist mit 16 Jahren das Familienoberhaupt. Sie kümmert sich um ihre Geschwister und die kranke Großmutter, und versucht, sie alle möglichst aus dem illegalen Familiengeschäft rauszuhalten.
Von ihrer ersten großen Liebe Win kann sie sich allerdings nur sehr schwer fernhalten, dabei ist er ausgerechnet der Sohn des Oberstaatsanwaltes – ihres schlimmsten Feindes…
(Quelle: Fischer FJB)

Meine Meinung:
Bitterzart hatte einen angenehmen Schreibstil, der sich leicht und locker lesen lässt.
Das Buch liest sich ähnlich wie ein Tagebuch, Anya nimmt manchmal schon ein bisschen was vorweg oder kommentiert ein Geschehen. Dadurch konnte mich die Geschichte auch in eher ruhigen Phasen fesseln, doch hätte die Autorin noch etwas mehr auf Anyas Gefühle eingehen sollen, denn diese wurden oft nur erwähnt, ohne das man bemerkt hat, dass Anya sie wirklich fühlt.
Die Idee, dass Schokolade und Kaffee verboten sind und dadurch nun ein Schwarzmarkt entstanden ist habe ich noch nicht gelesen und gefiel mir daher sehr gut.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass es noch mehr Hintergrundinformationen gegeben hätte, denn es gab kaum Erklärungen, wie es zu der Lage im Buch gekommen ist.
Auch hatte ich mir erhofft, dass man mehr über die Mafia-Welt erfährt, denn auch hier bekommt man nur wenige Erklärungen.
Auch die Charaktere konnte mich nicht so ganz überzeugen.
Anya beschreibt sich selbst als streng katholisch und hat feste Grundsätze, doch sobald Win in ihr Leben tritt ist sie viel zu schnell bereit, diese zu übergehen und lässt sie dadurch etwas fragwürdig erscheinen. Auch ist Anya prinzipiell jedem Fremden gegenüber misstrauisch, doch dann gibt es Personen, die sie nicht wirklich kennt und denen sie ohne einen Gedanken traut. Gut gefallen hat mir allerdings, dass sie sich durch die vielen Vorurteile ihr gegenüber kaum aus der Ruhe bringen lassen hat
Über Win lässt sich nicht viel sagen, er hat keine besonderen Eigenschaften, noch erfährt man viel über ihn als Person und sein Leben.
Die Liebesgeschichte war für mich nicht nachvollziehbar, denn Anya und Win verlieben sich ineinander, ohne dass sie sich richtig kennen.
Anya spricht viel von ihrem toten Vater, dadurch konnte ich mir gut vorstellen, wie er wohl war.

Trotz einiger Punkte, die mir nicht gefielen, konnte Bitterzart mich gut unterhalten, wer allerdings eine richtige Dystopie erwartet wird enttäuscht werden. Eigentlich würde ich 3,5 Sterne vergeben, aber da mein Bewertungssystem nur ganze Punkte enthält bekommt Bitterzart 4 Sterne.


1 Kommentar:

  1. Huhu :)
    Bin gerad über deine Profilseite von Lovelybooks auf deinen Blog gestoßen und gleich mal Leserin geworden!
    Lass dir ganz liebe Grüße da :)
    Jasmin

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